Auswirkungen der Westverschiebung Polens auf die Oder-Warthe Region
Teilprojekt des Interreg 6A Projekts „Erinnerung Verbindet“, finanziert aus Mitteln der Europäischen Union (INTERREG VI A Brandenburg-
Polen 2021–2027)
Die sogenannte Westverschiebung Polens ist ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges, basierend auf den Beschlüssen von Jalta und Potsdam. Sie führte zur Verlagerung der polnischen Staatsgrenzen nach Westen. Polen verlor große Teile seines Ostgebiets zugunsten der Sowjetunion und erhielt im Gegenzug ehemals deutsche Gebiete im Westen. Diese Neuordnung veränderte die Landkarte Mitteleuropas und bildete die Grundlage für die tiefgreifenden Umbrüche in der Oder‑Warthe Region.
Das beinhaltete auch die Umsiedlung von Millionen, was in der Oder‑Warthe Region zu einem vollständigen Austausch der Bevölkerungsstruktur führte. Deutsche Bewohner flohen oder wurden vertrieben, während Polen aus den östlichen Gebieten und anderen Teilen des Landes in die „wiedergewonnenen Gebiete“ umgesiedelt wurden. Diese erzwungene Migration hinterließ Brüche in der Erinnerungskultur sowie leere Archive in Regionalmuseen, Kirchen und Ämtern. Die Erinnerung an Vertreibung und Zwangsmigration prägt bis heute das kollektive Gedächtnis der Grenzregion.
Zudem war die Infrastruktur der Region durch die heftigen Kämpfe zum Kriegsende nahezu vollständig zerstört. Neue Eigentumsverhältnisse und die Notwendigkeit, Produktionsstätten und landwirtschaftliche Strukturen neu zu organisieren brachten weitere tiefgreifende Veränderungen.
Das Projekt Erinnerung verbindet befasst sich mit der komplexen deutsch-polnischen Geschichte in der Grenzregion. Im Rahmen der Projektaktivitäten soll das gegenseitige Wissen und der Dialog über Vertreibung, Zwangsmigration und Kulturverlust 1945 in der Oder‑Warthe Region dokumentiert und gefördert werden. Bildungstouristische Angebote sollen die besondere Geschichte der Oder-Warthe Region und seiner Bevölkerung nachvollziehbar machen.
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25. Juni 2025, Kulturzentrum der Gemeinde Słońsk (PL) Der Workshop diente der inhaltlichen Vorbereitung eines Symposiums, welches für Anfang November 2025 in Küstrin-Kietz geplant ist….






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