Autor: Dirk R

  • Active Remembrance Youth Program Workshop

    Active Remembrance Youth Program Workshop

    Das Active Remembrance Youth Programme (ARYP) umfasst neun verschiedene Jugendaustauschveranstaltungen in ganz Europa. Das Projekt wird von der Liberation Route Germany durchgeführt und läuft von 2024 bis 2026. Es ist von der EU gefördert und umfasst Partner aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Polen, Frankreich, Italien und Tschechien.

    Ziel des Projekts ist es, junge Europäer mit unterschiedlichem Hintergrund aktiv einzubeziehen und zu inspirieren, den Zweiten Weltkrieg aus verschiedenen Blickwinkeln zu erforschen und ihm zu gedenken. Im Rahmen einer Reihe von Jugendbegegnungen werden die Teilnehmer bedeutende Stätten des Zweiten Weltkriegs in ganz Europa besuchen und sich aus erster Hand mit der Geschichte auseinandersetzen. Diese immersive Erfahrung fördert aktives Lernen, einschließlich der Durchführung von Interviews, der Kuratierung historischer Inhalte und der Erstellung von Podcasts und Videos, die alle in eine Online-Ausstellung einfließen.

    Im Oktober 2025 fand eine Jugendaustauschwoche in der Oder-Warthe Region statt. 18 Jugendliche aus ganz Europa haben die besondere Geschichte unserer Region an Standorten wie Slonsk, Kostrzyn nad Odra, Seelow, Klessin und Berlin-Karlshorst kennengelernt. Ihr Auftrag war es, die Geschichte anschließend in Podcasts und Videobeiträgen zu reflektieren, mit Interviews zu hinterfragen und aus ihrer Perspektive zu interpretieren.

    Die Jugendaustauschwoche in der deutsch-polnischen Grenzregion wurde von der Liberation Route Europe in Kooperation mit der Liberation Route Poland, der Liberation Route Germany und der Stadt Seelow durchgeführt, gefördert durch die Europäische Union. Das vorläufige Programm und weitere Informationen finden Sie unter https://www.lre-youth.eu.

  • Vertreibung, Zwangsmigration, Kulturverlust 1945

    Vertreibung, Zwangsmigration, Kulturverlust 1945

    Auswirkungen der Westverschiebung Polens auf die Oder-Warthe Region

    Teilprojekt des Interreg 6A Projekts „Erinnerung Verbindet“, finanziert aus Mitteln der Europäischen Union (INTERREG VI A Brandenburg-
    Polen 2021–2027)

    Die sogenannte Westverschiebung Polens ist ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges, basierend auf den Beschlüssen von Jalta und Potsdam. Sie führte zur Verlagerung der polnischen Staatsgrenzen nach Westen. Polen verlor große Teile seines Ostgebiets zugunsten der Sowjetunion und erhielt im Gegenzug ehemals deutsche Gebiete im Westen. Diese Neuordnung veränderte die Landkarte Mitteleuropas und bildete die Grundlage für die tiefgreifenden Umbrüche in der Oder‑Warthe Region.

    Das beinhaltete auch die Umsiedlung von Millionen, was in der Oder‑Warthe Region zu einem vollständigen Austausch der Bevölkerungsstruktur führte. Deutsche Bewohner flohen oder wurden vertrieben, während Polen aus den östlichen Gebieten und anderen Teilen des Landes in die „wiedergewonnenen Gebiete“ umgesiedelt wurden. Diese erzwungene Migration hinterließ Brüche in der Erinnerungskultur sowie leere Archive in Regionalmuseen, Kirchen und Ämtern. Die Erinnerung an Vertreibung und Zwangsmigration prägt bis heute das kollektive Gedächtnis der Grenzregion.

    Zudem war die Infrastruktur der Region durch die heftigen Kämpfe zum Kriegsende nahezu vollständig zerstört. Neue Eigentumsverhältnisse und die Notwendigkeit, Produktionsstätten und landwirtschaftliche Strukturen neu zu organisieren brachten weitere tiefgreifende Veränderungen.

    Das Projekt Erinnerung verbindet befasst sich mit der komplexen deutsch-polnischen Geschichte in der Grenzregion. Im Rahmen der Projektaktivitäten soll das gegenseitige Wissen und der Dialog über Vertreibung, Zwangsmigration und Kulturverlust 1945 in der Oder‑Warthe Region dokumentiert und gefördert werden. Bildungstouristische Angebote sollen die besondere Geschichte der Oder-Warthe Region und seiner Bevölkerung nachvollziehbar machen.


  • 900 Jahre Bistum Lebus (2025)

    900 Jahre Bistum Lebus (2025)

    Teilprojekt des Interreg 6A Projekts „Erinnerung Verbindet“, finanziert aus Mitteln der Europäischen Union (INTERREG VI A Brandenburg-
    Polen 2021–2027)

    Am Städtischen Museum Viadrina in Frankfurt (Oder) wird im Zusammenhang mit dem 900. Gründungsjubiläum des mittelalterlichen Bistums Lebus seit Januar 2025 ein umfangreiches grenzübergreifendes Forschungs- und Ausstellungsprojekt realisiert. Es ist ein Teil des gemeinsam mit der Stadt Seelow und der Gemeinde Słońsk realisierten Interreg-Projektes „Erinnerung verbindet – Pamięć łączy“ (BBPL0100043), das wichtige Kapitel der deutsch-polnischen Regionalgeschichte grenzübergreifend aufarbeitet.

    Das im Frankfurter Stadt- und Regionalmuseum angesiedelte Teilprojekt ist der Kunst und Architektur auf dem Gebiet der historischen Diözese Lebus gewidmet. Deutsche und polnische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten derzeit an der Erfassung und Untersuchung der Bau- und Kunstdenkmäler des Bistums, das einst die Gebiete östlich und westlich der mittleren Oder vereinte.

    Die Forschungsergebnisse wurden am 12. und 13. Juni 2025 in einer deutsch-polnischen Fachtagung in der Frankfurter Marienkirche vorgestellt.

    Im Herbst 2026 sollen sie in einem zweisprachigen Sammelband veröffentlicht werden.

    Parallel dazu wird am Museum Viadrina eine deutsch-polnische Wanderausstellung erarbeitet. Deren Ziel ist es, die Bewohner des ehemaligen Bistumsgebiets mit dessen wechselvoller Geschichte und dessen facettenreichen Kunstdenkmälern vertraut zu machen. Die reich bebilderte Tafelausstellung wird ab Januar 2026 durch das historische Bistum Lebus beidseits der Oder wandern und jeweils einen Monat lang in 12 verschiedenen deutschen und polnischen Städten, darunter u.a. Frankfurt (Oder), Ośno Lubuskie, Kostrzyn nad Odrą, Gorzów Wielkopolski, Fürstenwalde, Zielona Góra, Lebus, Międzyrzecz, Müncheberg, Neuzelle, Sulęcin und Witnica präsentiert werden.

    Wer Interesse hat, sich am historischen Ort mit der Geschichte des Bistums Lebus auseinanderzusetzen und mehr über dessen bewegte Geschichte erfahren möchte, dem sei schon heute die diesjährige Kultur.Landschafts.Exkursion des Museums Viadrina empfohlen. Diese wird am Freitag, den 9. Mai 2025, in die ehemalige Bischofsstadt Lebus führen.

    Aktuelle Informationen zum Projekt „900 Jahre Bistum Lebus“ finden Sie auf der Website des Museums Viadrina unter: www.museum-viadrina.de/Kurzmenü/Projekte/

  • Villa Wagener, Kostrzyn nad Odra

    Villa Wagener, Kostrzyn nad Odra

    Die Villa Wagener ist eine ehemalige Fabrikantenvilla, erbaut im Küstrin des 19. Jh. durch die Familie Wagener (Maschinen-, Dampfkessel-, Kupferfabrik Cüstrin-Neustadt). Sie überstand das schwere Bombardement der Roten Armee im Frühjahr 1945 als eines von sehr wenigen Gebäuden und wurde anschließend als Verwaltungssitz der sowjetischen Besatzer und später der Stadt Kostrzyn nad Odrą genutzt.

    Seit 2006 leerstehend, wurde es nun zu einem modernen deutsch-polnischen Kommunikations- und Kreativzentrum umgestaltet.

  • Bahnhofsgebäude Seelow (Mark)

    Bahnhofsgebäude Seelow (Mark)

    Das ehemalige Bahnhofsgebäude Seelow (Mark) ist ein repräsentativer Zweckbau aus dem 19. Jahrhundert in typischer Bahnarchitektur. Das Empfangsgebäude aus dem deutschen Kaiserreich hat seine Funktion dauerhaft verloren, obwohl der Bahnhof an der Strecke Frankfurt (Oder) – Eberswalde noch in Betrieb ist. Über die Bahn sind die Metropole Berlin und regionale Gedenkorte erreichbar. Weiterhin dient der Standort als Haltepunkt des regionalen Busverkehrs und es führen Rad- und Wanderwege (E 11) unmittelbar am Bahnhof vorbei.

    Im Rahmen des Förderprojekts wurde das Gebäude umfassend saniert und zu einer Geschichtswerkstatt mit Dokumentationszentrum ausgebaut. Auf 200 barrierefreien Quadratmetern ist im Erdgeschoss ein moderner musealer Lern- und Erlebnisort für die jüngere Regionalgeschichte entstanden, korrespondierend mit der 300m entfernten Gedenkstätte „Seelower Höhen“. Im Obergeschoss befinden sich eine Projektwohnung und Büro- und Archivräume.

    Inhaltlich verantwortlicher Träger der neuen Erinnerungsstätte ist der Geschichts- und Heimatverein Gusow-Platkow e.V. Das Ausstellungskonzept befasst sich mit der einschneidenden Epoche der Vor-, Kriegs- und Nachkriegsjahre zwischen 1930 und 1960:

    Die Stadt Seelow verfolgte mit dem Projektansatz folgende primäre Ziele:

    • Einrichtung einer Geschichtswerkstatt für die besondere Geschichte der heutigen Grenzregion ab 1930
    • thematische und räumliche Ergänzung der musealen Darstellung Gedenkstätte Seelower Höhen und Erweiterung des Wirkungskreises
    • Aufbau einer Dauerausstellung sowie von thematischen Sonderausstellungen
    • Einrichtung einer Dokumentationsstätte für die tiefere Erforschung und Präsentation dieses Geschichtsabschnitts
    • Aufbau eines Büros für das Netzwerkmanagement zum grenzübergreifenden Tourismus-Cluster „Erinnerung verbindet“
    • Vernetzung mit weiteren Erinnerungsorten als touristische Marke und Gesamtpaket der Region Oder-Warthe, insbesondere mit dem Kommunikationszentrum in Kostrzyn nad Odra und dem Zentrum für historische Bildung in Słońsk
    • Nachhaltiger Nutzungswandel eines historisch bedeutsamen Bauwerkes

    2023 wurde das Museum Geschichtsstation Seelow (Mark) offiziell eröffnet: www.geschichtsstation-seelow.de

    Unweit des Bahnhofs befindet sich mit der Gedenkstätte Seelower Höhen die Erinnerungsstätte der Trauer und Mahnung an die gleichnamige Schlacht 1945. Das (Sieger-) Mahnmal des sowjetischen Soldaten, inkl. der Kriegsgräberstätte seiner Waffenbrüder zu seinen Füßen, geben eine eingeschränkte Erinnerungsperspektive für die Gedenkstätte vor, die darüber hinaus ein kleines Museum und eine Kriegsgeräteausstellung enthält. Dieses international bedeutsame Handlungsfeld soll mit dem „Geschichts-Bahnhof“ in unmittelbarer Nähe um eine regionale Perspektive erweitert werden und dient als wichtige Ergänzung zum „Weltblick“ auf die Gedenkstätte Seelower Höhen.

  • Kulturhaus Słońsk

    Kulturhaus Słońsk

    Das Gebäude – ein ehemaliges Bürgerhaus – befindet sich im Zentrum des Ortes und wurde im 4. Viertel des 19. Jahrhunderts in einem eklektischen Stil errichtet. Über die Erbauer des Gebäudes sind keine Archive erhalten geblieben. Aufgrund des beeindruckenden Charakters des Gebäudes geht man davon aus, dass die Besitzer zu den wohlhabendsten Einwohnern der Stadt gehörten. In den 1920er und 1930er Jahren beherbergte das Gebäude die Sparkasse. In der Nachkriegszeit war das Gebäude Sitz des Städtischen Kulturzentrums. Seit etwa 1980 stand das Gebäude leer und verfiel zusehends.

    2018 bis 2020, im Rahmen des Projektes „Stätten der Erinnerung Oder-Warthe“, wurde das Kulturhaus umfassend saniert und mit barrierefreiem Zugang ausgestattet. Das neue „Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum für Regionalgeschichte – Kulturhaus in Słońsk“ vermittelt nun die vielfältige Geschichte der Stadt und der Region und ergänzt das Martyriums Museum und das Johanniterschloss in Słońsk. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem ein großer Konferenzraum mit Kabinen für Dolmetscher. Im Obergeschoss sind Ausstellungsräume, Räume für Workshops und Forschungsarbeiten, eine Bibliothek sowie ein Computerkabinett untergebracht. Im Dachgeschoss befinden sich Schlafräume für Studenten und Projektpersonal.

  • Erinnerung verbindet – deutsch-polnische Geschichte in der Oder-Warthe Region entdecken

    Erinnerung verbindet – deutsch-polnische Geschichte in der Oder-Warthe Region entdecken

    Interreg VI A Förderprojekt 2024-2027

    Die deutsch-polnische Grenzregion des Fördergebiets Brandenburg-Lubuskie verfügt über eine einzigartige, vielschichtige gemeinsame Geschichte, die bis heute das deutsch-polnische Verständnis und die gegenseitigen Beziehungen der Nachbarländer stark beeinflusst. Die gemeinsame Herausforderung liegt u.a. darin, diese Geschichte gegenseitig anzuerkennen, sie für kommende Generationen nachvollziehbar zu bewahren und zu präsentieren sowie Spielraum und Respekt für die jeweilige Perspektive und individuelle Interpretation zu öffnen.

    Mit dem Interreg VA Projekt „Stätten der Erinnerung Oder-Warthe“ wurde eine konzeptionelle Basis für die MULTIPERSPEKTIVISCHE ERINNERUNGSLANDSCHAFT Oder-Warthe gelegt, getragen durch das neue Netzwerk „Erinnerung verbindet“ Oder-Warthe und vermarktet über die gleichnamige Dachmarke, gesteuert durch den LP Stadt Seelow.

    Das Hauptziel des beantragten Projekts ist die Stärkung des jungen grenzübergreifenden Netzwerks „Erinnerung verbindet“ durch grenzüberschreitender Wissens- und Kompetenzaustausch und Unterstützung von Best-Practice-Transfer sowie durch die Vertiefung von zwei Erinnerungsthemen mit besonderer Bedeutung für die gemeinsame deutsch-polnische Geschichte, um sie an verschiedenen kulturellen Stätten grenzübergreifend touristisch erlebbar zu machen:

    a) 900 Jahre Bistum Lebus (gegründet 1124/25),
    b) Westverschiebung Polens: Vertreibung-Zwangsmigration-Kulturverlust 1945.

    Die Entwicklung der touristischen Angebote erfolgt auf Basis vertiefender Analysen, Fachkonferenzen und Konzepte, die im Rahmen des Projekts mit dem Netzwerk „Erinnerung verbindet“ durchgeführt bzw. erstellt werden.

    Projektpartner:

    • Stadt Seelow
    • Gemeinde Slonsk
    • Städtisches Museum Viadrina, Frankfurt (Oder)
    • Geschichts- und Heimatverein Gusow-Platkow e.V.

  • Gemeinsames Erinnern – 80 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg 2025

    Gemeinsames Erinnern – 80 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg 2025

    Klein-Projekte-Fonds (KPF) 2021-2027

    IIm Rahmen einer deutsch-polnischen Kooperation entstand der Geschichtspfad „Kriegsereignisse 1945“, initiiert mit der Stadt Seelow als Leadpartner und der Gemeinde Słońsk als Projektpartner. Ziel des Projekts war es, das historische Erbe der Region rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 zu erschließen, zugänglich zu machen und grenzüberschreitend zu vermitteln.

    Neben den Hauptpartnern waren weitere Institutionen und Gemeinden aktiv an der Umsetzung beteiligt: die Gemeinde Letschin, die Stadt Kostrzyn nad Odrą, das Museum Festung Küstrin in Kostrzyn nad Odrą, der Wuhdener Heimatverein e.V., das Museum und die Gedenkstätte Seelower Höhen, der Geschichts- und Heimatverein Gusow-Platkow e.V. sowie das Museum Berlin-Karlshorst.

    Gefördert durch die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA, stand ein Gesamtbudget von 39.683,27 EUR zur Verfügung, wovon 31.746,62 EUR durch Fördermittel abgedeckt wurden.

    Das Projekt verfolgte mehrere zentrale Ziele:

    • Stärkung des Bewusstseins für die gemeinsame Kultur und Geschichte in der deutsch-polnischen Grenzregion,
    • Verbesserung der grenzübergreifenden Nutzbarkeit und Zugänglichkeit bestehender kultureller und touristischer Angebote,
    • Überregionale Vernetzung und internationale Vermarktung von sieben regionalen Erinnerungsstätten bedeutender Kriegsereignisse des Jahres 1945.

    Im Projekt wurde das bildungstouristische Potenzial dieser Erinnerungsorte herausgearbeitet, miteinander vernetzt und überregional sowie international beworben. Partner wie die Liberation Route Europe (LRE) – eine vom Europarat zertifizierte Kulturroute zur Befreiung Europas 1944–45 – trugen mit ihrer Expertise maßgeblich zur Umsetzung bei. Mehrsprachige Print- und Audio-Informationen wurden auf wetterfesten Acrylschildern an den jeweiligen Standorten angebracht, um Besucher:innen einen barrierefreien Zugang zu Hintergrundwissen und Geschichten in mehreren Sprachen zu ermöglichen.

    Ein besonderes Ereignis war die Präsentation des Geschichtspfads auf dem Jahresforum der Liberation Route Europe in Kraków (Polen), wo das Projekt einem internationalen Fachpublikum sowie spezialisierten Reiseanbietern vorgestellt wurde.

    Im Rahmen der Umsetzung wurden an den Standorten Słońsk, Kienitz, Kostrzyn nad Odrą, Klessin, der Gedenkstätte Seelower Höhen, der Geschichtsstation Seelow sowie dem Museum Berlin-Karlshorst die Vektormarken der Liberation Route Europe feierlich überreicht und dauerhaft angebracht. Diese Vektormarken wurden vom renommierten Architekten Daniel Libeskind entworfen und symbolisieren als künstlerisch gestaltete Orientierungspunkte die Verbindung der Erinnerungsorte entlang der Route.

    Abschließend fanden im Frühjahr 2025, anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs, Gedenkveranstaltungen entlang des Geschichtspfads statt, die an die zahlreichen Opfer der damaligen Ereignisse erinnerten.

    31.01.2025 Słońsk

    31.01.2025 Kienitz

    10.03.2025 Kraków

    22.03.2025 Klessin

    30.03.2025  Kostrzyn nad Odrą

    16.04.2025 Seelow

    05.05.2025 Berlin-Karlshorst


    Die Entwicklung und Einrichtung des „Geschichtspfads Kriegsereignisse 1945“ wurde im Rahmen des Projekts „Gemeinsames Erinnern – 80 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg 2025“ im Rahmen der Klein-Projekte-Fonds (KPF) 2021-2027 der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VI A Brandenburg-Polen 2021-2027 gefördert.

  • Stätten der Erinnerung Oder-Warthe

    Stätten der Erinnerung Oder-Warthe

    Interreg VA Förderprojekt 2019-2023

    Mit dem Förderprojekt „Stätten der Erinnerung OderWarthe“ verfolgten die Projektpartner Stadt Seelow (Leadpartner), Stadt Kostrzyn nad Odra und Gemeinde Słońsk das Ziel, die einzigartige Erinnerungslandschaft in der Oder-Warthe-Region gemeinsam zu pflegen, zu stärken und als besonderes Merkmal auch touristisch in Wert zu setzen. Die im Projekt geplanten Maßnahmen sollten unter anderem die touristischen Angebote vorhandener Erinnerungsstätten stärken, ergänzen, thematisch vernetzen und unter einer neuen grenzübergreifenden touristischen Marke überregional vermarkten. So wird die Marktpräsenz und Besucherwirksamkeit aller Stätten erhöht, mit wirtschaftlichen Effekten für die Beteiligten.

    In gemeinsamer grenzübergreifender Projektarbeit wurden verschiedene Outputs realisiert.

    Grenzübergreifende touristische Marke

    Rund 200 Erinnerungsorte bieten in der Oder-Warthe Region individuelle und vielschichtige Einblicke in die wechselvolle Regionalgeschichte. Zusammengenommen besitzen sie großes Potenzial für nachhaltige touristische Angebote mit internationaler Strahlkraft. Die Region Oder-Warthe soll als gemeinsamer, grenzüberschreitender historischer Kulturraum verstanden werden. Die Besonderheit des Projekts bestand darin, den Austausch der verschiedenen erinnerungskulturellen Perspektiven Deutschlands, Polens und International zu fördern.

    Als multiperspektivische Erinnerungslandschaft für die besondere Geschichte der deutsch-polnischen Grenzregion, insbesondere ab 1944, bietet die Oder-Warthe Region einzigartige und authentische Destinationen für Bildungs- und Erinnerungstourismus, Kulturreisen, Austausch und Dialog. „Das gemeinsame Anliegen und der inhaltliche Leitfaden der neuen Marke lässt sich auf die Aussage „Erinnerung verbindet“ zurückführen. Ziel ist eine gemeinsame friedliche Zukunft und ein tiefergehendes gegenseitiges Verständnis.

    Grenzübergreifendes Netzwerk Erinnerungsorte

    Erinnerungsorte, Denkmale und Museen arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen regionalen Marke aktiv zusammen, um einen gemeinsamen Erinnerungs-, Begegnungs- und Entdeckungsraum zu kreieren, der ein besseres Verständnis der vielschichtigen Erinnerungswelten beiderseits der Grenze unterstützt und offen nach außen transportiert.

    Weitere Projektoutputs:

    • Analyse und Kategorisierung der Erinnerungsstätten in der Oder-Warthe Region
    • Aufbau einer gemeinsamen Datenbank
    • Vermarktungskonzept
    • Begegnung, Austausch, Überregionale Vernetzung und Kooperation
    • Entwicklung von mehrsprachigen Marketinginstrumenten (Reiseführer, Imagebroschüre, Flyer, Poster, Roll Up Displays, Webseite)

    Drei neue Begegnungs- und Erinnerungsorte

    Im Projekt wurden zudem drei historische Gebäude saniert, um die Gebäude zu erhalten und neuen Nutzungen zuzuführen. Es entstanden drei neue touristische Anlaufpunkte für die kulturtouristische Marke „Erinnerung verbindet“, über die Besucher informiert und in die Region gelenkt werden können.


    Projektnews „Stätten der Erinnerung Oder-Warthe“

  • Abschlusskonferenz „Stätten der Erinnerung Oder-Warthe“

    Abschlusskonferenz „Stätten der Erinnerung Oder-Warthe“

    Das neue Netzwerk und die Marke „Erinnerung verbindet“ Oder-Warthe sollen künftig die einzigartige Geschichte der deutsch-polnischen Grenzregion als multiperspektivische Erinnerungslandschaft einem internationalen Publikum präsentieren. Zudem wurden drei historische Gebäude zu neuen Orten für Kultur, Erinnerung und deutsch-polnische Begegnung saniert. 

    Kern der neuen Marke „Erinnerung verbindet“ ist die Oder-Warthe Region als multiperspektivischer Erinnerungsraum. Die Geschichte der Region und ihrer Menschen, vielfältig und aus verschiedenen Blickwinkeln repräsentiert, soll zu Dialog anregen und gegenseitiges Verständnis fördern, als Basis für eine gemeinsame Zukunft. 

    Es wurde eine Strategie für eine multiperspektivische Erinnerungslandschaft an Oder und Warthe entwickelt, repräsentiert durch die neue deutsch-polnische Tourismusmarke „Erinnerung verbindet“. 

    Dazu wurde ein grenzübergreifendes Netzwerk der Erinnerungsorte gegründet, um die Projektergebnisse weiterzuentwickeln und nachhaltig zu implementieren. 12 Netzwerkpartner unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. 

    Träger von Erinnerungsstätten der Oder-Warthe Region und der Pomerania Region sind dazu aufgerufen, aktiv im neuen touristischen Netzwerk mitzuwirken. Bitte signalisieren Sie Ihr Interesse bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Seelow.

    • Konferenzprogramm (pdf 1,1MB)
    • Konferenzreport (pdf 2,8MB)
    • Kooperationsvereinbarung (pdf 1,6MB)

    Präsentationen

    Erinnerungsorte und Netzwerkpartner stellen sich vor:

    • Erinnerung verbindet: Projektrückblick 2019-2023, Thomas Drewing

    Neue Erinnerungs- und Begegnungsstätten in der Oder-Warthe Region

    • Kulturhaus Słońsk, Joanna Cieciura
    • Villa Wagener Kostrzyn nad Odrą, Karolina Kunt, Agnieszka Zurawska-Tatala
    • Museum Geschichtsstation Seelow (Mark), Thomas Drewing

    Neue Tourismusmarke „Erinnerung verbindet“

    • Multiperspektivische Erinnerungslandschaft Oder-Warthe, Dirk Röder

    Europäische Kulturrouten blicken auf die Oder-Warthe Region

    • Liberation Route Europe – Europäische Kulturroute der Befreiung 1944-45, Joanna Roman
    • FORTE CULTURA – Europäische Kulturroute der Festungsmonumente, Dirk Röder

    Interreg 6A Förderprogramm 2024-2027

    • Ausblick auf die neuen Programminhalte, Ariane Thiele

    Neues Netzwerk „Erinnerung verbindet“

    • Ziele, Struktur, Maßnahmen des neuen deutsch-polnischen Netzwerks, Dirk Röder

    Erinnerungsorte und Netzwerkpartner stellen sich vor

    • EHL-Netzwerk Oderbruch-Orte, Dr. Kennneth Anders
    • Netzwerk Spuren der Johanniter, Julia Bork
    • Landesmuseum Meseritz, Międzyrzecz, Katarzyna Sztuba-Frackowiak
    • Museum Lubuskie Gorzów Wielkopolski, Ewa Pawlak
    • Museum Viadrina, Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“, Frankfurt (Oder), Dr. Tim S. Müller
    • Martyriums-Museum Słońsk
    • Museum Besucherzentrum des Nationalparks „Ujście Warty” in Słońsk, Maciej Mazurczak
    • MRU Museum Oder-Warthe Festungsbogen, Leszek Lisiecki
    • Museum Festung Küstrin, Kostrzyn nad Odrą, Ryszard Skałba
    • Schweizerhaus Seelow, Uwe Trzewik
    • Stadt Santok, Krzystof Karwatowicz
    • Historisch-Technisches Museum Peenemünde, Dr. Gericke

    Interreg 5aA Förderlogo

    Das Projekt wurde durch die Europäische Union gefördert (2018-2023).

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